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ESC Young Moskitos Essen

Schlittenhunde an die Leine gelegt

Nach einem erfolgreichen Spiel gestern gegen die Löwen aus Frankfurt, hieß es heute die Leistung zu steigern um auch gegen starke Huskies aus Kassel zu bestehen und das hessische Wochenende erfolgreich abzuschliessen.

Das es heute einer guten Leistung bedarf, wurde direkt in den ersten Minuten klar. Die Mannschaft aus Kassel fuhr mit sehr viel Schwung in unser Drittel und bestürmte das durch Leon Arnolds gehütete Tor. Kassel musste beweisen, ob Sie auch ohne Ihren Topscorer Y. Valenti in der Lage sind, die Moskitos zu bezwingen. Schlittschuhläuferisch ist Kassel sehr stark unterwegs. Unsere Jungs konnten aber mit guter Abwehrleistung die ersten Bemühungen der Kassler neutralisieren. In der siebten Minute wird dann eine Strafe gegen Kassel angezeigt und Leon Arnolds will das Gehäuse für einen sechsten Feldspieler Richtung Bank verlassen. Auf dem Weg dorthin überfährt er einen Schlittenhund und das Spiel wird unterbrochen. Es gibt eine Strafe gegen uns und so geht das Spiel vier gegen vier weiter. Einer von den immer gefährlichen Steilpässe von Moritz Hofschen auf Phillip Heffler nutzt dieser dann zur 1:0 Führung und so nehmen die Mücken den Schwung von gestern mit in das heutige Spiel. Dieses wird weiter von beiden Seiten intensiv geführt und so nimmt sich Kassel die nächste Strafe. Die Mücken finden schnell in die Aufstellung und die Überzahl wird durch Phillip Hefflers zweites Tor im ersten Drittel positiv genutzt. 2 : 0. Man muss feststellen das unsere Jungs heute viel besser spielen als gestern, aber Kassel tut auch sehr viel dafür, dass das Spiel ansehnlich bleibt. Sie haben es nur noch nicht geschafft den Puck an unserer Abwehr vorbei ins Tor zu befördern. Kassel ist ebenbürtig, nur unsere Jungs sind in der Chancenverwertung einfach eiskalt. So geht ein rassiges Spiel in die erste Drittelpause.

Kassel drängt mit aller Macht um Ihr erstes Tor zu erzielen, aber wieder sorgt die Kaltschnäuzigkeit der Essener für das 3:0. Alex Licau nutzt gedankenschnell einen Abpraller des Schusses von Alex Schönich. Es ist die achte Minute im zweiten Drittel, Essen spielt einfach extrem effizient. Die Partie wird weiter hart geführt und so nimmt sich Kassel in der fünften Minute des zweiten Drittels die nächste Strafzeit. Die Young Moskitos finden wieder schnell in die Überzahlaufstellung, der Puck wird schnell aber kontrolliert gespielt, Felix Wiegand nimmt sich dann ein Herz und sein satter Schuss wird von Dustin Todtberg unhaltbar ins Kassler Tor abgefälscht. Und so nimmt der Sieg für die Moskitos langsam Gestalt an. Die Reihen wechseln fleissig durch und die Mannschaften neutralisieren sich gegenseitig. Die Moskitos bekommen im zweiten Drittel noch zwei Strafen aufgebrummt und als bei der zweiten Kristof Kelsch in der Kühlbox sitzt, passiert es dann doch, Kassel schafft den Anschluss kurz vor Drittelende. Mit dem Zwischenstand von 4 : 1 bitten die Schiedsrichter dann zum Pausentee.

Bislang lässt sich Kassel nicht entmutigen und drängt die Mücken ins eigene Drittel. Aus dieser Bedrängnis heraus findet ein guter Pass von Louis Cremer die Kelle von Melvin Schumacher der sich durch die Abwehr der Hessen tankt und dem Torwart keine Chance lässt. 5 : 1. Von dem Zeitpunkt an wird das Spiel sehr ruppig und Kassel lässt den angestauten Frust über die eigene Ohnmacht an Mensch und Material aus. Nun geht bei den Schlittenhunden nicht mehr so viel, da man sich nicht mehr um ein gepflegtes Spiel bemüht, sondern nur um Frustbewältigung. Immer wieder wird Leon Arnolds mit Schlägen auf die Fanghand und die Schienen attackiert. Auch die Feldspieler der Moskitos werden immer öfter in Handgemenge verstrickt. Da die Moskitos sich nicht kampflos ergeben wollen, kommt es auf beiden Seiten immer wieder zu Strafzeiten. Was die Tore betrifft, gehört das letzte Drittel Melvin Schumacher. In der sechsten Minute des letzten Drittels stibitzt er in Unterzahl den Kasselern den Puck und in einem penalty-gleichen Lauf schiebt er die Scheibe ins Tor zum 6 : 1. Kassel kämpft weiter den schon längst verlorenen Kampf und kommt noch mal auf 6 : 2 heran. Aber wie schon erwähnt, lässt Kassel keine Gelegenheit aus sich Strafen einzuhandeln. Melvin Schumacher ist der Nutzniesser der Kasseler Undiszipliniertheit und netzt in diesem Drittel zum dritten Mal zum 7 : 2 ein. Und so greift die alte Eishockey Weisheit: „Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele“.

Die Moskitos fahren damit das zweite Wochenende hintereinander sechs Punkte ein und werden langsam zum Schrecken der Liga. Mit 28 Punkten und einem Torverhältnis von 68 zu 18 merkt man sehr schnell, dass man in der Defensive sehr gut arbeitet und nach vorne brandgefährlich und teilweise sehenswert die Gegner zur Verzweiflung bringt. Man festigt den dritten Platz und rückt den Roosters aus Iserlohn empfindlich auf die Pelle. Diese haben noch ein Spiel mehr auf dem Buckel und liegen nur zwei Punkte vor uns, es wird spannend.

Das nächste Wochenende ist spielfrei und so kann man sich in den nächsten zwei Trainigswochen auf die Auswärtsaufgabe in Weißwasser vorbereiten. Last but not least bleibt noch zu erwähnen, dass die Young Moskitos wohl die einzige Mannschaft mit eigenem Fanclub sind. Den Mädels und Jungs gilt an dieser Stelle der Dank für die unermüdlichen Anfeuerungsrufe und das Trommeln. Wir sind erfreut und die Gegner bestimmt verwundert, weiter so.

Bericht: Andreas Cremer

Details zum Spiel bei Pointstreak

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